10. Tag, 23.09.2023, Hatusa


Nach unserem mehrtätigen Aufenthalt in Kappadokien fuhren wir weiter in das „Land der 1000 Götter“, nämlich in das Kernland der Hethiter. Die Hethiter waren 1300 vor Christus eine Supermacht, die selbst mit Ägypten konkurrieren konnte. Unser erstes Ziel war das Felsenheiligtum von Yazilkaya, welches wir am späten Vormittag erreichten.



. Dort konnten wir Reliefs sehen wie zahlreiche hethithische Götter zum Wettergott Teschup und zur Sonnengöttin Hetap pilgerten, den wichtigsten Göttern im hethitischen Pantheon. 


                                          

 Danach besuchten wir noch die zweite Kammer, eine ehemalige Grabkapelle für den Großkönig Tuthalija IV. – wenn man sich vorstellt, dass dieser Name eine der einfachsten zum Aussprechen ist, wundert es nicht, dass unser Guide schon früh kapituliert ha,t alle Namen der Hethiter auszusprechen. In der zweiten Kammer sind die Reliefs teilweise noch sehr gut erhalten, was daran liegt, dass französische Archäologen dieses Relief nicht kopieren wollten. Aufgrund mangelnden Wissens wurden falsche Materialien angewandt, was das Material anderer Reliefs in Mitleidenschaft zog. Gut gemeint ist  das Gegenteil von gut gemacht.

                                                                                                                             
                                                                                                    
 Danach ging es weiter nach Hattuscha, der ehemalige Hauptstadt der Hethiter. Anders als bei den übrigen Ausgrabungen durchwanderten wir nicht die antike Stadt, sondern wurden mit dem Bus durch die Ausgrabungen gefahren und hielten für kurze Stopps. Der Grund liegt einfach  daran, dass die Stadt sehr hügelig und das Ausgrabungsgelände so weitläufig ist.                                                                      




Den ersten Stopp legten wir in der Unterstadt beim Großen Tempel ein. Das Tempelareal nimmt eine Fläche von 200x130m ein und verdient sich somit wohl seinen Namen.                                               



                                                  

Die Löcher in den Steinen, wie sie im Vordergrund zu sehen sind, und die zum Verbinden zweier Elemente mittels Dübel dienten, wurden in tagelanger Arbeit durch drehen von Bronzerohren (wir befinden uns in der Bronzezeit) erzielt.
                                      

Der zweite Stopp wurde beim bekannten Löwentor eingelegt, wo die Robustheit der Stadtmauern wirklich zur Geltung kam.





Als letztes besuchten wir noch das Sphingentor (Yerkapi) und den darunter verlaufenden unterirdischen Tunnel (Poterne). Ob die Poterne militärischen oder zivilen Zwecken dient ist heutzutage nicht mehr sicher. Sicher ist nur, dass sie sehr eindrucksvoll ist. 








 Danach ging es zu unserem Hotel zur wohlverdienten Mittagspause und konnten dort auch gleich einchecken. Anschließend  ging es weiter nach Alaca Hüyük; eine Siedlung der Hattier aus dem 3/4 Jt. vor Christus. Dort besichtigten wir wieder ein Sphingentor und es gab wiederum einen unterirdischen Tunnel.






 Für uns „neu“- obwohl ja mehr als 4000 Jahre alt – waren die Fürstengräber.                                                            
             


                             

 Dann fuhren wir wieder zurück zum Hotel, wo - vor dem Abendessen - in einem abgesonderten Raum  Prof. Prokschi mit uns noch eine Vorabendmesse feierte. 

Apropos Abendessen. Der gestern verletzte Kommilitone konnte neben dem Wein auch noch Ersatz für ein neues Hemd erstreiten, nachdem als alte Hemd unbrauchbar geworden ist. 

Morgen heißt es früh aufstehen (Abfahrt 7 Uhr) daher eine Gute Nacht!

Bis morgen, Euer Bloggerteam


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