12. Tag, 25.9.23, Istanbul

Hagia Sophia + Blaue Moschee

Angekommen in der Weltmetropole Istanbul verbringen wir nun den Rest unserer Fahrt in der Stadt. Heute stehen gleich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Zum Pflichtprogramm gehören selbstverständlich die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und das Hippodrom.,

Ausstaffiert mit Headsets ging es mit einem kurzen Fußmarsch los. Zu unserem Glück ist unser Hotel sehr zentral gelegen. Dennoch war die Schlange vor unserem ersten Programmpunkt, der Hagia Sophia bereits so lang, dass sich ein ausführliches Referat über den byzantinischen Kirchenbau bequem ausging und uns die Wartezeit informativ verkürzte.


 


Der heutige Bau stammt im wesentlichen aus der Zeit Justinian I (527-565). Im sog. Nika-Aufstand 5e2 war ein Nachfolgebau der ersten Kirche abgebrannt und Justinian, der sich als Wiederbegründer römischer Macht verstand, ließ innerhalb von 5 Jahren diese Kirche errichten. Ein Mosaik versinnbildlicht diesen Anspruch: Kaiser Konstantin und Justinian huldigen der Jungfrau mit dem Kinde, der eine bringt die Stadt Konstantinopel, der andere die Kirche dar. 


Im laufe der Zeit wurde Der Bau immer wieder erweitert. Die Osmanen fügten die 4 Minarette hinzu.

 Fasziniert bestaunten wir den Innenraum mit Leuchtern, Säulen und Mosaiken. Dadurch, dass die Osmanen die Fresken und Mosaike nicht entfernt oder ausgeschlagen, sondern lediglich verputzt haben, sind diese noch gut erhalten. 

Ausgestattet ist das Gotteshaus mit Granitsäulen aus Ephesus, Ägypten und aller Welt. Jedes Gesteinsstück erzählt hierbei seine eigene Geschichte.

                                       
                                                                                                           
                                       
                                      
                                       

 

                                       


Die leicht ovale Kuppel (31 x 32 Meter) erlitt durch Brände und Erdbeben mehrmals schwere Schäden, immer wieder wurden Stützmauern eingefügt, die die Silhouette der Hagia Sophia ihrer Eleganz weitgehend beraubten.


Unterdessen stellte sich ein Teil der Gruppe die Frage, ob die heutige Moschee profanisiert wurde und ob es diesen Akt in der byzantinischen Kirche in der Form wie in der westlichen Kirche gibt.



      

Der nächte Programmpunkt: Die blaue Moschee






Die Sitzplätze für die rituellen Waschungen

  

Es ist eine sehr helle, von Licht durchstöhmte, von vier kräftige Pfeilern getragene Moschee. Allerdings war in der Sultanahmet-Moschee eine Baustelle, weshalb wir sie nicht in voller Pracht erleben konnten. Dennoch sehr eindrucksvoll.

 




Weiter ging's zum Hippodrom, einer antiken Pferderennbahn. Bestaunen konnten wir hier den fast 20 Meter hohen Ägyptischen Obelisken, der aus Theben nach Istanbul transportiert wurde,


 und die Schlangensäule. Die Spitze der Schlangensäule ist heute zerbrochen, ursprünglich waren hier drei ineinander verschlungenen Schlangenkörper, deren Köpfe in drei verschiedene Richtungen          auseinander gingen. Der ehemals dort befundene goldene Dreifuß ist verschwunden. Einer der Köpfe befindet sich im Archäologischen Museum Istanbul, welches von einzelnen kleinen Grüppchen noch besucht wurde.




Der 32 Meter hohe zweite Obelisk, der ummauerte Obelisk, auf der Spina des Hippodroms wurde aus behauenem Steinmauerwerk errichtet. Zudem wurden er mit Bronzeplatten bedeckt, die wieder erneuert bzw. später zur Münzprägung und für Waffen eingeschmolzen wurden.

Das Kunsthistorische Museum wurde von einigen im Schnelldurchmarsch erkundet, was sich als Fehler herausstellte, da sich die wirklich interessanten Stücke hinter einer versteckten Tür befanden. So sah ein Teil "nur Steine und Tonscherben", der andere Reliquien und wunderschön gestaltete Korane.                 

 Im Anschluss trennte sich die Gruppe und jeder hatte die Möglichkeit, einen Nachmittag in Istanbul       nach seinen Vorstellungen zu verbringen.

Als sehr sehenswert wurde das archäologische Museum betrachtet. Es zählt zu den Top 10                 Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist eines der führenden Museen seiner Art. Sowohl der Aufbau als auch die ausgestellten Stücke wurden gelobt. Von griechischen Statuen, über eine ausgefallene          Münzsammlung, Schmuck, Sarkophage, eine Erklärung über den goldenen Schnitt und eine              Ausstellung über das archäologische Arbeiten gab es viel zu bestaunen.






Weitere Kleingruppen erfreuten sich über einen Stadtspaziergang, gemütliches Schlendern über einen Basar, den Besuch eines Kaffee- oder Teehauses oder eine Fahrt über den Bosporus, wo sogar Delfine gesichtet wurden.

Abends trafen wir uns alle wieder, um in einem Fischrestaurant am Marmarameer gemeinsam zu Abend zu essen.

Die Fahrt zum Restaurant war typisch für Istanbul: Aufregend! Die Gassen zu eng. Obwohl, eigentlich standen nur zu viele Autos quer auf der Straße herum. Und typisch Istanbul interessierte das die Autobesitzer auch ziemlich wenig und ließen sich gemütlich Zeit beim umparken. Und sollte uns ein Taxi den weg versperren, welches partout nicht den Weg freimachen will, dann werden halt die Radkappen kurzerhand vom Busfahrer abgeschraubt, um doch noch mit Millimeterarbeit hindurchzupassen.

 Am Fischrestaurant angekommen genossen wir das Essen, die herrliche Aussicht auf das Wasser im Mondschein, die Musik und fliegende Wasserkübeln und Angeln der Fischer über uns.

Wir freuen uns schon auf morgen. 

Gute Nacht, euer Bloggerteam


Kommentare

  1. Sehr interessant und unterhaltsam die Berichte. Vielen Dank, auch für die Photos.

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